20. Mai 2012 | 14:47 Uhr
Zum ausklingenden Jahr:
An den Landeshauptmann: Wir schlagen Pregartens Bürgermeister, den Chef des Landesrechnungshofes, einen ÖGB-Vertreter Ihrer Wahl und Klaus Pöttinger zur Verleihung eines Landesordens vor. Begründung: Wenigstens ein paar, die gegen den Strich bürsten.
An die Finanzministerin: Früher saßen alle um den Tisch und löffelten aus einem Topf. Ist das die Blaupause für das neue Europa?
An den Kanzler: Müssen Sie immer beim Kleinformat fragen, ehe Sie entscheiden? Gerd Bacher hat Sie deshalb „Kleingeist“ genannt. Wenn Sie von den 599 Einsparungsvorschlägen des Rechnungshofes 2012 wenigstens 50 verwirklichen, leisten wir gerne Abbitte. PS: Dass Ihre oberösterreichischen Parteikollegen nicht viel Freude mit Ihnen haben, liegt nicht an uns. Vielleicht kriegen wir 2012 also doch wieder ein Interview? Wenn nicht, reden wir eben häufiger mit Rudolf Hundstorfer. Er redet gerne mit uns.
An den Linzer Stadtrat Mayr: Ihrer Klagebeantwortung an die Bawag entnehmen wir, dass der Linzer Finanzdirektor „nur partielles“ Finanzwissen gehabt habe. Wird beim Magistrat immer so streng nach Qualifikation besetzt?
An Notenbank-Gouverneur Nowotny: Euro, Dollar oder Franken? Oder sollen wir besser im Garten Erdäpfel anbauen?
Nochmals an Josef Pühringer: Erwin Pröll will bis 70 bleiben. Wissen Strugl, Stelzer und Hummer schon, dass Sie Pröll darum beneiden?
An Reinhold Mitterlehner: Warum sollen Sie nicht Landeshauptmann werden dürfen? Ist es der Geruch nach Leitl?
An Josef Ackerl: Ewald Nowotny ist guter Hoffnung, Sie überzeugen zu können, dass eine Schuldenbremse sinnvoll ist. Was Sie beide jedoch unterscheidet: Nowotny ist Wirtschaftsprofessor, Sie sind Robin Hood.
An alle: Journalisten sind die Müllabfuhr der Demokratie. Ohne uns würde niemand mehr von Grasser, Mensdorff, Strasser, Meischberger und Hochegger reden. Also achtet uns, ein wenig nur.